Workshops für Mittelschüler von Hannes Egger

Workshop für Oberschüler mit der Künstlerin Mrova aka Ivette Zub.

(:kUlTuR:dOkU:rAdIo 23 30 10 20 10:) von Martin Hanni und Martina Kreuzer


Workshops für Mittelschüler von Hannes Egger

Büro Comune ist ein Projekt des aus Meran stammenden Künstlers Hannes Egger, welches mit künstlerisch-partizipativen Mitteln gesellschaftliche Vorgänge in Frage stellt und untersucht. Grundthema des „Büro Comune“ ist die Gemeinschaft und die Demokratie. Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen und das Publikum ist kompetent in Bezug auf soziale Fragen. Diese Kompetenz ist die Basis von „Büro Comune“. Es schafft einen gemeinschaftlichen und demokratischen Raum, in welchem Interaktion und Intervention möglich sind und sichtbar werden. Büro Comune ist nicht nur ein Instrument der Annäherung des Publikums an die Ausstellung „Common Sense“, sondern ein erweitertes und partizipatives Arbeiten an zentralen Fragestellungen der Ausstellung. // Am 30. Oktober werden im Büro Comune (Teil der Ausstellung Common Sense) die Ergebnisse des Projektes präsentiert, die anschliessend in der Mittelschule Eppan und im Mariengarten von St. Pauls installiert werden.

Der Workshop Budget Konsum prägt die heutige westliche Gesellschaft. „Budget“ untersucht den Konsum als skulptural – kreativen Prozess. Die Mittelschülerinnen sind eingeladen sich am Workshop „Budget“ aktiv zu beteiligen. Ausgangspunkt der Überlegungen zu „Budget“ ist der tägliche Einkauf, welcher das Verhalten und Sein in der heutigen westlichen Gesellschaft mitprägt. „Budget“ will den bewussten Umgang mit der Realität des Konsums fördern und eine Anregung zum Nachdenken geben. Den MittelschülerInnen wird ein bestimmtes Budget zur Verfügung gestellt, mit welchem sie in einem klar definierten Geschäft einkaufen können. Der Einkauf wird als künstlerisch-kreativer Prozess wahrgenommen, an dessen Ende eine kollektive Konsum-Skulptur entsteht, welche in die Ausstellung „common sense“ integriert wird.

Manifest Workshop Plakate und Aufschriften sind politische Ausdrucksform. „Manifest“ fördert das kreative Nachdenken über gesellschaftliche Belangen und stellt eine Plakatwand zur Verfügung. Die Ausstellung „common sense“ beschäftigt sich mit der Gesellschaft. Politik und politische Ausdrucksweisen sind Teil jeder demokratischen Gesellschaft. Politische Kommunikation nutzt meist das Medium „Sprache“, aber nicht nur. Eine politische Kultur kommuniziert genauso über visuelle Medien wie Plakate, Aufkleber, Manifeste, Banner usw. „Manifest“ will die politische Bildung in einem aktiv-kreativen Prozess fördern. Nach einem Rundgang durch die Ausstellung gestalten die SchülerInnen ihre individuellen Plakate und Aufschriften. Diese werden Teil von „common sense“ und integrieren die Gedanken und Vorstellungen der SchülerInnen in die Ausstellung.

Workshop für Oberschüler mit der Künstlerin Mrova aka Ivette Zub.

Das Konzept soll einen offenen Rahmen bieten, innerhalb welchem alle TeilnehmerInnen den selben Einfluss auf den Prozess und auf das Endprodukt (Video und Infografik) haben. Damit wird nicht nur die traditionelle Bedeutung der Autorschaft hinterfragt, sondern auch die Möglichkeit geboten auf nicht hierarchische Weise zusammen zu arbeiten, in dem jede_r dieselben Möglichkeiten teilt die Erzählung in eine gewisse Richtung zu lenken. Der Prozess kann auch als Studie/ Überblick funktionieren in dem gezeigt wird wie verschiedene Anliegen verfolgt werden (Infografik). Als offener Ideenpool kann das Projekt auch zu einem späteren Zeitpunkt von einer anderen Gruppe weitergeführt, bzw. als Konzept aufgegriffen und somit verändert werden. Die Schüler sollten Ihre eigene Frage finden, auf die mit den Aufnahmen verschiedene Antworten gegeben werden.  Der erste Tag des Workshops wird dieser Fragenfindung gewidmet, welche dann den Rahmen des Films  bilden. Die Stichworte auf denen die/der erste TeilnehmerIn ihre/seine Erzählung basiert, können auch durch Brainstorming in der Gruppe ausgewählt werden.

(:kUlTuR:dOkU:rAdIo 23 30 10 20 10:)
Ein Projekt von Martin Hanni und Martina Kreuzer in Zusammenarbeit mit der Dokumentationsstelle Literatur im Südtiroler Künstlerbund. Vom 23. bis zum 30. Oktober. KulturDokuRadio [kdr] ist ein Radioprojekt welches den Ort der Ausstellung und seine kulturelle Umgebung zu diesem bestimmten Zeitpunkt genau unter die Lupe nimmt. War es im Jahr 2009 der Stadtbezirk Haslach/Oberau in Bozen, so wird in diesem Jahr, die Landgemeinde Eppan wie mit einem Detektor übergangen – um aktuelles Geschehen einzufangen und nach historischen Schätzen zu graben. Das Radio-Projekt erforscht und sammelt Ende Oktober 2010 kulturelle Initiativen und Stimmen in und um Eppan und macht sie hör- und fühlbar. Geschichte, Zeitgenössische Kunst, Theater Literatur und Musik für die kleine europäische Realität, für die – wann man so will – selbsternannte europäische Kulturhauptgemeinde, um – live auf Radio Tandem [Frequenz 98,4] – Ausschau zu halten was in Eppan kulturell ansteht oder fernbleibt. Der anarche Blickwinkel der Radiomacher wird den Hörerinnen und Hörern zunächst chaotisch und willkürlich erscheinen, wer sich aber die Zeit nimmt und die gesamte Sendezeit dabei bleibt, kann eine spannenden Faden erkennen, der das Kulturgeschehen in Eppan und Umgebung einem europäischen Kontext zuordnet, der im entstehen ist und sich tagtäglich neu erfindet.